Alltag mit dem S-ICD

Wie wird sich Ihr Leben nach Implantation des S-ICD verändern? Sobald Sie sich vollständig von dem Eingriff erholt haben (ca. 4–6 Wochen), wird sich in Ihrem Alltagsleben in der Regel nur sehr wenig ändern. Die folgenden Tipps vermitteln Ihnen einen Überblick, wie sich viele tägliche Aktivitäten gestalten:

 

  • Das S-ICD System selbst stellt kein Hindernis für Reisen dar. Sprechen Sie aber trotzdem mit Ihrem Arzt, ob für Sie bestimmte Beschränkungen gelten. 
  • Tragen Sie auf Reisen Ihren Patientenausweis bei sich. 
  • Benachrichtigen Sie Ihr Versicherungsunternehmen, dass Ihnen ein S-ICD implantiert wurde. Bei einigen Versicherungsunternehmen müssen Sie ggf. eine schriftliche Bestätigung Ihres Kardiologen vorlegen, dass Sie reisefähig sind.

  • Ein S-ICD ist in der Regel mit einem aktiven Lebensstil kompatibel. 
  • Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, wann Sie Ihre gewohnten Aktivitäten wieder aufnehmen können.
  • Die meisten Sportarten sollten Sie unbesorgt ausführen können. Allerdings sollten Sie Kontaktsportarten wie Fußball oder Rugby vermeiden, da ein Sturz oder ein Schlag auf die Brust das Gerät beschädigen können. Einige Patienten spielen jedoch Kontaktsportarten mit entsprechendem Schutz. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie eine Kontaktsportart aufnehmen.

  • Es ist extrem wichtig, dass Sie Ihren Arzt, das Pflegepersonal oder den Zahnarzt vor einem Eingriff über Ihr ICD-Implantat informieren. Sie müssen möglicherweise vor Tests und Eingriffen mit Ihrem Kardiologen (Herzspezialisten) sprechen. Tragen Sie Ihren Patientenausweis bei jedem Krankenhausaufenthalt bei sich.

  • Ihr Arzt wird Ihnen mitteilen, ob und wann Sie wieder Auto fahren dürfen, nachdem Ihr S-ICD System implantiert wurde.

  • Einige Patienten haben möglicherweise Bedenken nach der Genesungsphase sexuell aktiv zu sein. Dies ist aber unnötig, da der S-ICD in der Regel ein aktives Sexualleben nicht beeinträchtigt. 
  • Der S-ICD kann zwischen einer hohen Herzfrequenz und einer Arrhythmie (unregelmäßigem Herzschlag) unterscheiden. Bei etwaigen Bedenken, wenden Sie sich an Ihren Arzt.

  • Elektrische Haushaltsgeräte wie Mikrowellengeräte, Heizdecken, Elektrowerkzeuge, MP3-Player und elektronische Zündanlagen können bedenkenlos genutzt werden, vorausgesetzt, sie befinden sich in einwandfreiem Zustand. Sie sollten sie jedoch nicht in unmittelbarer Nähe Ihrer S-ICD-Implantationsstelle positionieren. 
  • Fragen Sie Ihren Arzt nach einer vollständigen Liste der Vorsichtsmaßnahmen für Ihren S-ICD.

  • Der S-ICD wird Sie in der Regel nicht im Arbeitsalltag einschränken. Fotokopierer, Faxgeräte und Computer können zum Beispiel bedenkenlos verwendet werden. Bestimmte Geräte, wie Kettensägen, Bohrmaschinen, Motorsägen und Rasenmäher, sollten mindestens 30 cm Abstand zum System haben. Laufende Motoren und Wechselstromgeneratoren, besonders in Fahrzeugen, und Lichtbogenschweißgeräte sollten 60 cm Abstand zum System haben. 
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Tätigkeiten, damit er sie ausreichend über die Verwendung bestimmter Geräte informieren kann.

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Das sagen S-ICD-Patienten.

Erfahren Sie, was reale S-ICD-Patienten über ihren Alltag und ihre persönlichen Erfahrungen berichten.

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