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S-ICD

Wie funktioniert der S-ICD?

Icon zeigt Gerät mit Boston Scientific Logo

Ebenso wie andere implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICDs) überwacht der S-ICD kontinuierlich den Herzrhythmus - 24 Stunden am Tag. Er ist immer einsatzbereit. Wenn der S-ICD eine Arrhythmie feststellt (einen anomalen Rhythmus), gibt er zur Behandlung einen elektrischen Stromstoß hoher Energie ab.

Jeder Patient empfindet den elektrischen Stromstoß, der auch als Defibrillationsschock bezeichnet wird, unterschiedlich. Auf einige wirkt er beruhigend, andere sind nach der Impulsabgabe beunruhigt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, so dass Sie alle Risiken und Vorteile der Implantation eines S-ICD gut verstehen.

Ein S-ICD tritt in Aktion, auch wenn Sie keine Symptome spüren.

Viele Patienten mit anormalen Herzrhythmen (Arrhythmien) spüren nicht, wenn diese auftreten. Auch wenn man keine Symptome bemerkt, wird der S-ICD auf Grundlage des wahrgenommenen Rhythmus einen lebensrettenden Defibrillationsschock abgeben.

Warum sollten Sie einen S-ICD in Betracht ziehen?

Icon zeigt Herz mit Schutzschild

Das subkutane ICD-System bietet eine moderne, Lösung zum Schutz vor lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen – ganz ohne Elektroden im Herzen. Patienten genießen mehr Bewegungsfreiheit im Alltag und profitieren von einer diskreteren Platzierung des Geräts - seitlich am Brustkorb.

Ich betreibe mehrmals pro Woche Synchronschwimmen und wurde mit meinem Herrenteam sogar zweifacher französischer Meister. Das zeigt, dass ein aktives und erfülltes Leben mit einem S-ICD absolut möglich ist.
– Thomas (Frankreich, S-ICD implantiert 2016)

Vor der Behandlung

Icon zeigt Patient spricht mit Arzt

Die Vorbereitung auf die S-ICD-Implantation unterscheidet sich nur unwesentlich von der Vorbereitung auf andere Eingriffe. Der Arzt wird Ihnen entsprechende Anweisungen geben, was Sie tun müssen, um sich darauf vorzubereiten.

Befolgen Sie diese Anweisungen bitte sorgfältig. Im Regelfall erhalten Sie außerdem vor und nach der Implantation Antibiotika, um das Infektionsrisiko zu senken.

Fragen Sie Ihren Arzt...

  • Ob bestimmte Medikamente weiterhin eingenommen werden können oder ob diese abzusetzen sind.
  • Ob in den Stunden vor dem Eingriff essen oder trinken noch möglich ist.
  • Was Patienten nach der Ankunft im Krankenhaus erwartet.
Bild zeigt jungen Patient beim Arzt

Vor dem Eingriff ist es wichtig den behandelnden Ärzten mitzuteilen, welche Medikamente man einnimmt, ob zuvor schon einmal Probleme mit Blutungen auftraten oder ob Allergien gegen bestimmte Medikamente, Metalle oder Kunststoffe bekannt sind. Eine Liste von Fragen, die Sie Ihrem Arzt vor dem Eingriff stellen können, finden Sie hier:

Nach der Behandlung

Icon zeigt Person zuhause

Erholungszeit
Obwohl sich jeder Patient unterschiedlich schnell erholt, können Sie die folgenden Zeitangaben als Anhaltspunkt nehmen, was Sie erwarten können:

Tag der Implantation
Sie erhalten womöglich Antibiotika, um Infektionen vorzubeugen. Nehmen Sie alle verschriebenen Medikamente vollständig ein.

1 Tag danach
Die Wunde kann schmerzhaft sein. Nehmen Sie Schmerzmittel nach Verordnung des Arztes und sprechen Sie bei starken Schmerzen mit Ihrem Arzt oder dem Pflegepersonal.

1 Woche danach
Halten Sie die Wunde sauber und trocken. Im Regelfall ist es nach 3–4 Tagen wieder möglich zu duschen oder ein Bad zu nehmen, ggf. mit Schutzverband. Bei Problemen wenden Sie sich an Ihren Arzt.

1 Monat danach
Nach etwa 4 Wochen steht im Regelfall ein Kontrolltermin zur Überprüfung des Gerätes an und dann in regelmäßigen Abständen, die Ihr Arzt mit Ihnen vereinbart.

Die größte Einschränkung für mich waren zunächst die Beschwerden und Schmerzen im Bereich der Narbe. Nach etwa ein bis zwei Wochen konnte ich jedoch schnell wieder weitgehend so leben wie zuvor.
– Thomas (Frankreich, S-ICD implantiert 2016)

Was Sie beachten sollten

2 Wochen nach Implantation

  • Keine Armbewegungen, die Druck auf die Wunde ausüben
  • Keine schwere körperliche Belastung oder schweres Heben

4-6 Wochen nach Implantation

  • Bewegungen langsam steigern
  • Kein Kontaktsport
  • Arzt vor Reisen oder Autofahren fragen

Fortlaufend

  • Regelmäßige Nachsorge, auch bei Fernüberwachung
  • Einstellungen können bei Bedarf angepasst werden

Es ist wichtig die Nachsorgetermine wahrzunehmen und die Anweisungen des Arztes zu befolgen.

Gerätetausch

Ein S-ICD ist darauf ausgelegt, viele Jahre zuverlässig zu funktionieren. Wenn die Batterie des Geräts erschöpft ist, wird ein geplanter Gerätetausch notwendig. Dabei wird in der Regel nur das S-ICD Gerät ausgetauscht, während die Elektrode unter der Haut meist im Körper verbleiben kann. Über den bestehenden Hautschnitt wird das alte Gerät entfernt und durch ein neues ersetzt. Der Eingriff ist in der Regel kürzer und weniger aufwendig als die Erstimplantation. Ihr Arzt bespricht den richtigen Zeitpunkt und Ablauf mit Ihnen, sodass der Schutz durch das System jederzeit erhalten bleibt. Alle Fragen und Antworten zum Gerätetausch finden Sie hier.



ACHTUNG: Dieses Material dient nur zu Informationszwecken und ist nicht für medizinische Diagnosen gedacht. Diese Informationen stellen keine medizinische oder rechtliche Beratung dar, und Boston Scientific gibt keine Zusicherung hinsichtlich des medizinischen Nutzens dieser Informationen. Boston Scientific empfiehlt nachdrücklich, dass Sie in allen Fragen, die Ihre Gesundheit betreffen, Ihren Arzt konsultieren.