Alles Wichtige zum S-ICD auf einen Blick Patientenhandbuch herunterladen
Banner zeigt junge Frau mit Tasse in der Hand auf der Couch

Hilfreiche Informationen

Nützliche Dokumente zum Herunterladen

*Bei dem Patientenleitfaden geben Sie Folgendes ein:
Geography: Germany, Language: Deutsch, Role: Patienten und Pflegekräfte, Auf  "Search" klicken und dann das gewünschte Gerät eingeben, z. B. S-ICD

Austausch mit anderen Patienten

Icon einer Gruppe mit Sprechblase

Selbsthilfegruppen bieten Ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen, die einen Defibrillator tragen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und gegenseitige Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung und dem Implantat zu erhalten. Sie sind eine wertvolle Anlaufstelle für emotionale Unterstützung, praktische Tipps für den Alltag und für ein besseres Verständnis der eigenen Situation.

Selbsthilfegruppen

Informationsportale rund um Herzgesundheit

Mögliche Fragen zum S-ICD

Zur Beurteilung des S-ICD Systems sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen erforderlich. Daher ist es wichtig, die Anweisungen Ihres Arztes zu den regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen zu befolgen.

Normalerweise erhöht sich die Herzfrequenz beim Sport. Ihr Arzt kann das S-ICD System so programmieren, dass es nur dann eine Therapie verabreicht, wenn Ihr Herz eine bestimmte Frequenz überschreitet. Zwar können nicht angemessene Schocks verabreicht werden, jedoch ist das S-ICD System in der Lage, eine hohe Frequenz aufgrund eines therapiebedürftigen anormalen Herzschlags zu unterscheiden. Ihr Arzt kann Ihnen erklären, wie Ihr Gerät programmiert ist und bei welcher Herzfrequenz eine Schockabgabe folgt.

Die Beschreibungen der Erfahrungen bei einer Schockabgabe von Patienten sind unterschiedlich. Sie variieren von einem ,,leichten Stoß“ bis zu einem ,,kräftigen Schlag“ in der Brust. Die meisten Patienten beruhigt es, wenn sie wissen, dass ein schneller Herzrhythmus mit einer Schockabgabe behandelt wurde, und sie zu ihrem normalen Tagesablauf zurückkehren können.

Wenn Sie während der Berührung einer anderen Person, einen Schock erhalten, spürt diese Person für einen Augenblick möglicherweise ein leichtes Kribbeln.

Die meisten Patienten spüren das implantierte S-ICD System, gewöhnen sich aber schnell daran. Einige Patienten berichten von einem Unbehagen oder Schmerzen in der Nähe des Gerätes oder der Elektrode, was mehrere Wochen anhalten kann. Danach wird das Gerät im Alltag häufig kaum noch wahrgenommen.

Der S-ICD wird unter der Haut im seitlichen Brustbereich implantiert. Je nach Körperbau kann er leicht sichtbar oder tastbar sein, ist aber in der Regel unauffällig unter der Kleidung.

Wenn Sie ein Mobiltelefon benutzen, halten Sie es 15 cm vom S-ICD entfernt. Außerdem wird empfohlen, das Mobiltelefon auf der Seite zu tragen, auf der sich das implantierte S-ICD System nicht befindet. Wenn Sie mit dem Mobiltelefon telefonieren, halten Sie es an das Ohr auf der Seite Ihres Körpers, das der Implantationsstelle gegenüberliegt.

Das S-ICD System selbst stellt kein Hindernis für Sport dar. Befolgen Sie aber die Anweisungen Ihres Arztes bezüglich der Dauer und der Art der sportlichen Betätigung, die Sie nach der Implantation des S-ICD Systems ausüben dürfen.

Reisen und Fliegen sind in der Regel möglich. Tragen Sie immer Ihren Implantatausweis bei sich. Am Flughafen sollten Sie Sicherheitspersonal über Ihr Implantat informieren.

Regelmäßige Kontrollen sind ein wichtiger Bestandteil Ihrer Behandlung. In der Regel finden Nachsorgetermine alle 3 bis 6 Monate statt. Zusätzlich kann Ihr Arzt eine Fernüberwachung einsetzen, um Ihr Gerät auch zwischen den Terminen zu überprüfen.

FAQ zum Gerätetausch

Beim Austausch des S-ICD-Gerätes wird das alte S-ICD-Gerät durch ein neues Gerät ersetzt. Die Elektrode bleibt im Regelfall unberührt. Obgleich der Geräteaustausch einfacher ist als die erste S-ICD-Implantation, kann dieses Verfahren allerlei Fragen aufwerfen. Nachfolgend finden Sie einige häufig gestellte Fragen:

Basierend auf echten Patientendaten liegt die prognostizierte Funktionsdauer des EMBLEM S-ICD bei ca. 8,7 Jahren, wenn alle Funktionen des implantierten Gerätes eingeschaltet sind.

Bei Ihren regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen wird der Batteriestand des S-ICD geprüft. Ihr Arzt teilt Ihnen mit, wann Ihr S-ICD ausgetauscht werden muss. Dieser Austausch wird von Ihrem Arzt im Voraus geplant, damit Ihr S-ICD bis zum Austausch normal funktioniert.

Ein Piepton von Ihrem S-ICD kann Verschiedenes bedeuten, z. B., dass das Gerät aufgrund der Batterieerschöpfung bald ausgetauscht werden muss. Wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt, wenn Ihr S-ICD Pieptöne abgibt.

Der Eingriff dauert im Regelfall ungefähr genauso lang wie die erste S-ICD - Implantation: ca. 60 Minuten. Ob Sie über Nacht bleiben müssen oder nicht, entscheidet Ihr Arzt.

Sie erhalten eine örtliche Betäubung oder eine Vollnarkose (liegt im Ermessen Ihres Arztes). Wenn der Eingriff unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird, kann es etwas unangenehm sein, Sie erhalten jedoch Medikamente, damit es Ihnen besser geht. Auf jeden Fall sollten Sie während des Eingriffs keine Schmerzen verspüren.

Da beim Austausch nur das S-ICD-Gerät in der bereits vorhandenen Implantattasche ersetzt wird, müssen Sie sich in erster Linie nur von dem Hautschnitt erholen, der gesetzt wurde. Dies bedeutet, dass die Erholung im Regelfall beim Austausch des S-ICD-Gerätes schneller vonstattengehen müsste (ca. 2 Wochen) als die Erholung von der ersten S-ICD-Implantation (4 bis 6 Wochen).



ACHTUNG: Dieses Material dient nur zu Informationszwecken und ist nicht für medizinische Diagnosen gedacht. Diese Informationen stellen keine medizinische oder rechtliche Beratung dar, und Boston Scientific gibt keine Zusicherung hinsichtlich des medizinischen Nutzens dieser Informationen. Boston Scientific empfiehlt nachdrücklich, dass Sie in allen Fragen, die Ihre Gesundheit betreffen, Ihren Arzt konsultieren.